Beschreibung: Urea B ist ein stickstoffreiches Dünger in Granulatform – mit einem der höchsten verfügbaren Stickstoffgehalte von rund 46 %. Die gleichmäßigen, festen Granulate lassen sich einfach lagern, transportieren und mit gängiger Streutechnik ausbringen. Durch ihre langsame Löslichkeit wird der Stickstoff kontinuierlich freigesetzt, was eine effizientere Nährstoffaufnahme ermöglicht.
Anwendung: Urea B wird bevorzugt bei Kulturen mit hohem Stickstoffbedarf eingesetzt – z. B. Getreide, Mais, Sonnenblumen, Gemüse oder Obstkulturen. Besonders wirksam ist es in der Phase des intensiven vegetativen Wachstums, wenn die Pflanzen viel Stickstoff benötigen, um Blattmasse aufzubauen und sich auf die Blüte oder Fruchtbildung vorzubereiten.
Warum Landwirte sich für Urea B entscheiden:
Praxistipp
Urea B entfaltet seine Wirkung am besten bei geteilter Ausbringung oder in Kombination mit anderen Düngestrategien. So wird Stickstoffverlust reduziert, und die Pflanze erhält Nährstoffe genau dann, wenn sie sie braucht. Wichtig: Auf eine ausgewogene Versorgung mit Phosphor und Kalium achten, um einseitige Ernährung zu vermeiden.
Beschreibung: UAN ist ein flüssiges Stickstoffdünger, das aus einer ausgewogenen Mischung von Harnstoff und Ammoniumnitrat besteht. Es enthält in der Regel 28–32 % Stickstoff in schnell verfügbaren sowie langsam freisetzenden Formen. Aufgrund seiner flüssigen Form lässt sich UAN einfach mischen, lagern und anwenden, was es zu einer bevorzugten Wahl für moderne Großbetriebe macht.
Anwendung: UAN wird hauptsächlich in Feldkulturen wie Weizen, Mais, Raps und Zuckerrüben verwendet, besonders dort, wo eine gleichmäßige Anwendung und hohe Effizienz erforderlich sind. Es kann mit Sprühgeräten oder über Bewässerungssysteme ausgebracht werden, was eine präzise Nährstoffzufuhr direkt an die Wurzeln oder auf das Blatt ermöglicht.
Warum Landwirte UAN wählen:
Praxistipp
UAN ist besonders effektiv, wenn es bei kühlerem Wetter oder während der frühen Morgen- oder Abendstunden angewendet wird, um Stickstoffverluste durch Verdunstung zu minimieren. Es lässt sich auch gut mit anderen Nährstoffen wie Schwefel (z. B. Thiosulfat) mischen, um maßgeschneiderte Düngemischungen für spezifische Pflanzenbedürfnisse zu erstellen.
Beschreibung: Ammoniumsulfat ist ein Stickstoff-Schwefel-Dünger, der etwa 21 % Stickstoff und 24 % Schwefel enthält. Es ist ein wichtiges Mittel zur Verbesserung der Bodenqualität und zur Steigerung des Ertrags, insbesondere in Böden, die einen Schwefelmangel aufweisen oder wenn Schwefel für das Wachstum bestimmter Kulturen erforderlich ist.
Anwendung: Dieser Dünger wird hauptsächlich für Kulturen wie Mais, Weizen und Reis verwendet, die sowohl hohen Stickstoff- als auch Schwefelbedarf haben. Ammoniumsulfat verbessert nicht nur die Bodenqualität, sondern hilft auch, den pH-Wert des Bodens zu stabilisieren, was gesunde Wurzelentwicklung und Nährstoffaufnahme fördert.
Warum Landwirte Ammoniumsulfat wählen:
Praxistipp
Ammoniumsulfat ist besonders effektiv, wenn es in den frühen Wachstumsphasen der Pflanzen angewendet wird. Die Kombination mit anderen Nährstoffen wie Phosphor kann die Wirksamkeit erhöhen und das Wachstum hochwertiger Pflanzen fördern.
Beschreibung: Phosphatdünger wie DAP (Diammoniumphosphat) und MAP (Monoammoniumphosphat) sind wichtige Phosphorquellen für Pflanzen. Phosphor ist ein unverzichtbarer Nährstoff für die Wurzelentwicklung, den Energietransfer und die allgemeine Pflanzengesundheit. Diese Dünger sind daher entscheidend für ein gesundes Pflanzenwachstum.
Anwendung: DAP und MAP sind besonders in den frühen Wachstumsphasen der Pflanzen von Vorteil, vor allem für Kulturen mit hohem Phosphorbodenbedarf wie Mais, Weizen und Sojabohnen. Diese Dünger fördern die Wurzelbildung, was es den Pflanzen ermöglicht, eine starke Grundlage für die Wasser- und Nährstoffaufnahme im weiteren Lebenszyklus zu entwickeln.
Warum Landwirte DAP und MAP wählen:
Praxistipp
Für optimale Ergebnisse empfiehlt es sich, DAP und MAP in Kombination mit anderen Düngern wie Stickstoff und Kalium anzuwenden, um eine ausgewogene Pflanzenernährung sicherzustellen. Die Anpassung des Anwendungszeitpunkts an die Bedürfnisse der Kulturpflanzen kann die Phosphoraufnahme weiter verbessern und das Ertragspotenzial maximieren.
Beschreibung: SOP (Kaliumsulfat) ist ein hochwertiger Kaliumdünger mit etwa 50 % Kaliumoxid (K₂O) und Schwefel. Im Gegensatz zu MOP (Kaliumchlorid) enthält SOP kein Chlor, was ihn besonders geeignet für chloridempfindliche Kulturen macht. Durch seine Reinheit und ausgewogene Zusammensetzung ist SOP ideal für Qualitätskulturen mit hohen Ansprüchen an Ertrag und Widerstandsfähigkeit.
Anwendung: SOP wird bevorzugt bei Obst, Gemüse, Beeren, Kartoffeln und Zierpflanzen eingesetzt. Es fördert ein gesundes Wachstum in entscheidenden Entwicklungsphasen wie Blüte und Fruchtbildung. Der enthaltene Schwefel unterstützt zusätzlich die Eiweißbildung und verbessert die Aufnahme anderer Nährstoffe.
Warum Landwirte SOP wählen:
Praxistipp
SOP zeigt die besten Ergebnisse, wenn es vor der Blüte oder in der Fruchtbildungsphase ausgebracht wird. Es ist auch für die Fertigation geeignet und lässt sich gut mit Magnesium und Spurennährstoffen kombinieren – ideal für den Einsatz in umfassenden Düngeprogrammen.
Beschreibung: NPK-Dünger sind Mehrnährstoffdünger, die die drei Hauptnährstoffe enthalten, die Pflanzen für ein gesundes Wachstum benötigen: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Sie sind in verschiedenen Standardverhältnissen wie 10-10-10 oder 20-20-20 erhältlich, sowie in maßgeschneiderten Mischungen, die auf die Bedürfnisse bestimmter Kulturen und Böden abgestimmt sind.
Anwendung: NPK-Dünger werden während des gesamten Pflanzenzyklus eingesetzt – vom Pflanzen bis zur Ernte. Sie eignen sich für nahezu alle Kulturen, darunter Getreide, Gemüse, Obstbäume und Zierpflanzen. Das richtige N-P-K-Verhältnis wird je nach Kulturart, Bodenanalyse und Wachstumsphase gewählt, um eine gezielte Nährstoffversorgung sicherzustellen.
Warum Landwirte NPK-Dünger verwenden:
Praxistipp
Die Kombination von NPK-Düngern mit Mikronährstoffen und Bodenverbesserern kann die Wirkung weiter steigern. Eine Anpassung der NPK-Zusammensetzung im Verlauf der Saison – z. B. mehr Stickstoff zu Beginn, mehr Kalium zur Fruchtbildung – bringt oft deutlich bessere Ergebnisse.